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Leibniz oder Die Einsamkeit der Monaden - Cover
Neu

Details

ISBN/EAN: 978-3-96054-506-4
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
176 S.
Format (T/L/B):
1.7 x 21.3 x 13 cm

Hersteller:
Edition Nautilus GmbH
Katharina Picandet
info@edition-nautilus.de
Schützenstraße 49a
DE 22761 Hamburg
www.edition-nautilus.de

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Leibniz oder Die Einsamkeit der Monaden

Novelle

22,00 €

Lieferbar auf den nächsten Werktag oder auf Lager

Beschreibung

Hannover, 1714. Gottfried Wilhelm Leibniz hadert mit der Order seines Landesherrn, des Königs von England, das Reisen zu unterlassen und ein ungeliebtes Auftragswerk endlich fertigzustellen. Eigentlich hatte der umtriebige Gelehrte gehofft, an einen der großen europäischen Höfe berufen zu werden, doch nun ist er zurückgeworfen auf seine nachlassenden Körperkräfte und die verrinnende Zeit, die ihm für seine zahlreichen Vorhaben noch bleibt. Auch die Rechenmaschine, deren Planung ihn zeitlebens begleitet hat, will einfach nicht fertig werden. Als Zar Peter der Große seinen Besuch ankundigt, hofft er auf eine neue Gelegenheit, seine Unentbehrlichkeit unter Beweis zu stellen Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) war Philosoph, Historiker und Jurist, Mathematiker, Physiker und Ingenieur. Er erfand u.a. die Infinitesimalrechnung und das binäre System, aber auch praktische Vorrichtungen, um den Alltag bequemer zu machen. Er war zeitlebens unverheiratet und höfischen Vergnugungen abgeneigt, sußem Konfekt und Kaffee aber durchaus zugetan. Über sich selbst und sein Privatleben schwieg er in seinen Schriften beharrlich - Franz-Maria Sonners Novelle unternimmt nun eine literarische Annäherung an den Menschen Leibniz.

Über Franz-Maria Sonner

Franz-Maria Sonner (*1953) schreibt Hörspiele und Romane und ist Träger des Glauser-Preises. In der Edition Nautilus hat er unter seinem Pseudonym Max Bronski die Kriminalromane 'Halder', 'Urs der Berserker' und 'Die Josephsbruder' veröffentlicht. 2024 erschien die Novelle 'Gregor Mendel begegnet dem Schicksal'. Franz-Maria Sonner lebt in Hannover.

Leseprobe

Als er die Augen öffnete, befand er sich nicht mehr im Inneren einer einzelnen Monade, sondern wurde eine unter vielen. Ein Schwarm war um ihn, eine dunkle Wolke von Vögeln, deren Flugrichtung so aufeinander abgestimmt war, dass ein jeder wusste, wie er sich zu verhalten hatte, und keiner dem anderen im Weg war. Beide Perspektiven verschränkten sich, die innerhalb des Schwarms und eine, die ihm von außen zusah. Von dort waren die Vögel, die eng nebeneinander flogen, unschwer als so genannte Schwarze Sonne zu erkennen, die sich walzenförmig zusammenballte, nach vorne schoss, sich dann plötzlich aufbäumte und nach oben strebte, sich danach aber wieder ebenso rasch zuruckwendete, als sollte ein Knoten geknupft werden, dabei kurzzeitig ein Alpha zeichnete und es zum Omega auflöste, um sich schließlich wie ein Tuch nach allen Seiten hin zu verbreiten. Solche Figuren konnten nur entstehen, weil sie viele, fast zahllose waren, aber das Eigentumliche blieb, dass ein jedes doch ganz fur sich allein seinen Platz in der Menge einnahm, ohne den Flug der anderen zu behindern. Endlich erwachte Leibniz, zog sein Nachtgewand zurecht und dachte uber den Traum nach.

Schlagzeile

Ein feinfuhliges und kenntnisreiches literarisches Porträt des großen Universalgelehrten Leibniz in seinen letzten Lebensjahren / 350 Jahre Leibniz in Hannover!