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Details

ISBN/EAN: 978-3-96817-596-6
Format: EPUB
DRM: Nicht vorhanden
Weitere Details
Auflage:
2. Auflage 2021
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
343 S., 2.15 MB
Empfohlene App:
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Funke

eBook - Geheimnis der Götter-Reihe, Digitale Originalausgabe (eBook ohne Printausg.), Digitale Originalausgabe (eBook ohne Printausg.)

2,99 €
inkl. MwSt.

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Beschreibung

Tritt ein in eine mystische Welt voller Geheimnisse und Magie
Der fantastische Auftakt der ReiheGeheimnis der Götter

Vier Götter. Vier Elemente. Zwei verfeindete Völker und ein endloser Krieg um ihr Land.
Mittendrin erwacht die einundzwanzigjährige Nym, die weder ihren richtigen Namen noch den Dolch in ihrer Hand kennt. Sie weiß nicht, wo sie herkommt. Sie hat keine Ahnung, auf wessen Seite sie steht. Sie erinnert sich an nichts mehr aus ihrem Leben– aber an zu viel aus dem Leben anderer.
Ein junger Offizier findet sie und obwohl sie sicher ist, ihm nie begegnet zu sein, weiß sie allesüber ihn: Dass er Levi heißt, dass er das Element der Luft beherrscht, dass seine Schwester eine Wahrheitsleserin ist und sogar, dass sie die Götter stürzen wollen.
Doch sind sie Freund oder Feind? Wollen sie ihr helfen oder schaden? Wenn Nym herausfinden möchte, wer sie ist, bleibt ihr nichts anderesübrig, als ihnen zu vertrauen. Sie wünschte nur, Levi würde aufhören, sie so auf die Palme zu bringen ...

Dies ist eine Neuausgabe des Romans Funke des Erwachens.

Erste Leserstimmen
„Witzige Dialoge und sympathische, lebendige Figuren– wie von Saskia Louis gewohnt!“
„Ein toller Auftakt zur Fantasy-Reihe mit einer interessanten Welt, Abenteuer, Magie und natürlich Liebe.“
„Die Geschichte ist von Anfang an spannend und man kann gar nicht anders als mit Nym mitzufiebern.“
„Romantasy mit Action, Humor und Spannung.“

Leseprobe

Prolog

Das grundlegende Gesetz der Bistaye

Die Götter sind das Gesetz.
Thaka waltet Gerechtigkeit.
Valera ist die Stimme der Vernunft.
Tergon steht für den Willen der Vergebung.
Api dürstet nach Vergeltung.
Auf dass das Gleichgewicht gehalten werden möge.

Der Tag, an dem ihr Herz stillstand, war ein warmer Tag.

Die Sonne schien. Die Strahlen spiegelten sich auf der Strömung des Appo, dem Fluss, der das Land der Bistaye und das Land der Asavez voneinander trennte. Es war windstill, und als sie auf das Gewässer hinunterblickte, konnte sie in der Ferne die Jeferabrücke sehen – die einzige Möglichkeit, den Fluss zu überqueren.

Sie hielt ihre Hände in den Taschen. Irgendetwas verhakte sich darin, als sie versuchte, sie herauszuziehen.

Sie war ungeduldig. Sie wartete auf jemanden, doch dieser Jemand verspätete sich. Das war untypisch. Jede Sekunde zählte, das wussten hier alle.

Sie sah das Ufer hinauf und wieder hinab. Die Unruhe verdrängte das Gefühl der Glückseligkeit, das sie in den letzten Tagen erfüllt hatte.

Das Gespräch von gerade stahl sich in ihre Gedanken und ihr Kiefer verhärtete sich.

Wo war er?

Kapitel 1

Erstes Gesetz der Bistaye

Die Welt der Bistaye und die Welt der Asavez, dem gottlosen Volk, müssen strikt voneinander getrennt werden. Wird ein Asavez ohne Genehmigung auf der bistayischen Seite des Appo aufgegriffen, ist dieser unverzüglich zu exekutieren. Jeder, der sich dieser Aufgabe verweigert, wird des Volksverrats schuldig gesprochen und ebenfalls exekutiert.

Sie schmeckte Staub. Sand vermischt mit Dreck, der ihre Lunge füllte. Sie wollte husten, doch ihre Kehle war wie zugeschnürt. Die Luft fand weder einen Weg hinein noch hinaus. Etwas presste sich auf ihre Lippen. Es fühlte sich warm auf ihrer kalten Haut an. Sauerstoff wurde in ihre brennenden Lungenflügel gepresst, die sich immer wieder verkrampften und entspannten.

Einmal. Zweimal. Dreimal …

Sie riss die Augen auf und schnappte nach Luft. Sie blickte direkt auf eine Faust, die drohte, auf ihre Brust niederzufahren, und noch bevor sie ihren ersten richtigen Atemzug nehmen konnte, schnellte ihre Hand in den Himmel und fischte sie gewaltsam aus der Luft. Sie hatte sie treffen wollen, oder nicht?

Sie hörte, wie jemand einen schockierten Kieks-Laut von sich gab, und im nächsten Moment saß sie in der Senkrechten und hielt auch die andere Faust des vermeintlichen Angreifers in ihrem eisernen Griff, ihre Beine um seine geschlungen. Den Gegner unschädlich machen und dann entscheiden, was zu tun war. So hatte sie es gelernt.

Nur … es waren kleine Hände. Schmale Beine.

Die Konturen, die sie durch ihre brennenden Augen sehen konnte, wurden nun schärfer, und das Erste, was sie erkannte, waren geweitete Pupillen, die von einer hellgrünen Iris umgeben waren. Sie saßen in einem herzförmigen, glatten Gesicht.

Es war ein Mädchen. Der Angreifer war ein Mädchen, das kaum zwölf sein konnte und dessen dunkelblondes Haar zu einem schiefen Zopf gebunden war.

„Tut mir leid, ich … was ist passiert?“

Abrupt ließ sie die Hände des Mädchens los und zog ihre Beine zurück. Sie fielen gegen etwas Hartes. Als sie nach unten blickte, bemerkte sie, dass sie auf einem großen, flachen Stein saß, durch den sich Risse der Verwitterung zogen.

Das Mädchen machte eine Grimasse und rieb sich seine Handgelenke.

„Du warst tot“, bemerkte es sachlich, und die Art und Weise, wie es dabei ernst ihr Kinn auf die Brust drückte, hatte etwas sehr Komisches und gleichzeitig Vertrautes an sich.

„Ich war … tot?“ Die Worte hörten sich fremd aus ihrem eigenen Mund an und jetzt hob sie den Blick. Sie saß auf einer Lichtung und musste die Augen gegen die hellen Strahlen der Sonne zusammenpressen, um etwas erkennen zu können. Sie konnte Vögel singen hören und in ihrem Rücken hob sich das Kreisgebirge vom Himmel ab. Kein Baumwipfel konnte die Steinmassen verbergen.

Sie wusste, wo sie war. Wenn sie die Augen schloss, konnte sie den Appo rauschen hören, und der Stein, auf dem sie saß, war der Alte Altar der Asavez. Hier waren bis vor eintausend Jahren noch Ernteerträge für die vier Götter gesammelt worden. Doch das war bevor die Asavez den Göttern den Rücken gekehrt hatten und zum ‚gottlosen Volk‘ geworden waren.

Ja, sie kannte sogar die genauen Koordinaten des Ortes, an dem sie sich befand. Aber … sonst war da nichts. Ihr Kopf war leer.

„Du warst so richtig tot“, sagte das junge Mädchen und stemmte seine Arme in die Seiten. „Ich glaube, ich hab dir das Leben gerettet.“

Sie hörte der Kleinen nur mit halbem Ohr zu. Ihre Lungen brannten immer noch bei jedem Zug und sie fühlte sich, als hätte jemand seine Fingernägel in ihr Herz und ihr Hirn gegraben. Ihr Kopf war so schwer, dass sie fürchtete, er würde gleich nach hinten sacken und ihr vom Rumpf fallen.

„Was ist passiert?“, flüsterte sie, mehr zu sich selbst als zu irgendwem, und ihre Fingernägel krallten sich in den kalten Stein.

Das junge Mädchen war aufgestanden. Es trug ein schlichtes grünes Kleid, das ihm locker um den Brustkorb fiel und bis zu seinen Knöcheln reichte. Ein kleiner, lederner Rucksack lag zu seiner Seite. Es legte den Kopf schief und seine Haare streiften den weißen Kragen seines Kleides. „Du bist beinahe gestorben“, wiederholte es. „Habe ich doch gesagt.“

„Aber … wieso?“ Ihr Blick huschte von der einen Seite der Lichtung zur anderen. Die Grashalme gingen dem jungen Mädchen bis über die Knöchel und waren an einigen Stellen braun und abgetreten, als würden sich hier öfter Leute hin verirren. Die Blumen blühten nicht mehr. Dafür war es schon zu spät in diesem Jahr. Sie suchte nach etwas. Nur nach was? Vielleicht nach Anzeichen von anderen Menschen? Feinden? Freunden? War sie alleine gewesen? Sie wusste es nicht mehr.

Das Mädchen zuckte die Achseln. „Keine Ahnung. Aber ich finde, du könntest danke sagen. Mein Bruder sagt immer, dass man mit Leuten, die nicht danke sagen, am besten nichts zu tun haben sollte.“

Obwohl ihr jede Bewegung Schmerzen bereitete, musste sie lächeln. „Danke. Tut mir leid. Ich bin nur …“ Doch sie wusste nicht, was sie nur war. Sie betastete ihre Arme und Rippen, um zu sehen, ob sie sich etwas gebrochen hatte, und besah sich ihre Kleidung. Sie trug ein weißes Leinenhemd mit einer Knopfreihe, die bis zu ihrem Bauchnabel reichte, und darunter eine rote, dreckverschmierte Stoffhose, die eng an ihren Beinen anlag.

Sie konnte sich nicht mehr daran erinnern, sie angezogen zu haben. Sie konnte sich nicht daran erinnern, dass sie so eine Hose überhaupt besaß. Sie wusste nicht einmal, wie ihr Schrank aussah.

„Liri!“

Eine Stimme hallte durch den Wald, und sie hatte einen gezackten Dolch von ihrem Gürtel gezogen, bevor ihr bewusst wurde, was sie da eigentlich tat.

„Aliri Voros, das kann unmöglich dein Ernst sein! Wo bist du?“

Das Mädchen sah stirnrunzelnd auf den Dolch und wandte sich dann in die Richtung, aus der die Stimme gekommen war. „Ich bin hier“, rief sie.

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