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Details

ISBN/EAN: 978-3-534-61196-6
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2026
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
432 S., 20 s/w Illustr., 30 Illustr.
Format (T/L/B):
4 x 22 x 14.6 cm

Hersteller:
Theiss in der Verlag Herder GmbH
dau@herder.de
Hermann-Herder-Str. 4
DE 79104 Freiburg


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Hexen vor Gericht!

Krisen, Angst und Massenmedien vor 1800. Hexenprozesse in Deutschland

28,00 €

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Beschreibung

Warum konnte Angst ganze Regionen in tödliche Gewalt treiben? Dieses Buch erklärt die Hexenverfolgung nicht als dunklen Mythos, sondern als historisch nachvollziehbares Zusammenspiel von Krisen, Justiz und öffentlicher Kommunikation. Der Historiker Kai Lehmann legt anhand etlicher dokumentierter Fälle dar, wie zwischen dem 16. und 18.Jahrhundert in Deutschland Hexenprozesse entstanden, eskalierten und legitimiert wurden. Die besondere Stärke dieses Buches liegt in seinem konsequent alltagshistorischen Ansatz: Nicht abstrakte Theorien stehen im Mittelpunkt, sondern konkrete Menschen, Orte und Verfahren. Grundlage ist eine über Jahre aufgebaute Datenbank mit mehreren tausend Prozessorten - ein in dieser Form einzigartiger Zugang. Lehmann zeigt, warum Hexenverfolgung ein Phänomen der Frühen Neuzeit war und welche Rolle Angst, soziale Konflikte und frühe Formen von Massenmedien dabei spielten. Flugschriften, Predigten und Gerüchte wirkten als Brandbeschleuniger einer Gewalt, die sich vor Gericht vollzog. Das Buch behandelt unter anderem:Ursachen der Hexenprozesse: Krisen, Seuchen, Kriege und soziale SpannungenGerichtspraxis, Anklagewege und juristische MechanismenDie mediale Verbreitung von Angst vor 1800Regionale Unterschiede in DeutschlandDie Rolle von Nachbarschaft, Familie und ÖffentlichkeitWarum Frauen den Großteil der Opfer stellten Hexen vor Gericht ist ein fundiertes, eindringliches Geschichtsbuch für alle, die den Mythos der Hexenverfolgung historisch verstehen wollen - und für Leserinnen und Leser mit Interesse an regionaler Geschichte, Justizgeschichte und den Mechanismen kollektiver Angst.

Über Kai Lehmann

Kai Lehmann, geb. 1971 in Schmalkalden, ist Historiker und Museumsdirektor der Museen im Zweckverband Kultur des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, und Leiter des Museums Schloss Wilhelmsburg. Lehmann ist spezialisiert auf die Alltagsgeschichte, auf Zeugnisse und Kirchenbücher des einfachen Volkes vom 16. bis zum 18. Jahrhundert.